Im November 2025 ging es für Schülerinnen und Schüler auf die Dächer von La Rochelle. Der Bildungsgang der Dachdecker/-innen am Fritz-Henßler-Berufskolleg nahm erneut am Austauschprojekt der europäischen Union mit Schüler/-innen teil.
Drei Auszubildende erhielten die Möglichkeit, über zwei Wochen auf den Baustellen eines französischen Dachdeckerbetriebs in La Rochelle und Umgebung mitzuarbeiten. Dabei bekamen sie Einblicke in die regionale Bauweise und lernten andere französische Arbeitstechniken des Dachdeckerhandwerks kennen. Einen umfassenderen Einblick in den Ablauf bietet der noch folgende Artikel der Auszubildenden.
Die Fachlehrer des Bildungsganges Herr Stanik, Herr Fontius und Herr Schwäbe reisten ebenfalls zu Beginn des Austauschs nach La Rochelle, um die Auszubildenden bei ihrer Ankunft im Betrieb zu begleiten, sich über das französische Aus- und Weiterbildungssystem zu informieren und die deutsch-französische Kooperation im Rahmen des Erasmus-Programms weiter zu vertiefen. Der Besuch des aufnehmenden Dachdeckerbetriebs sowie der Austausch mit der Betriebsinhaberin und dem Betriebsinhaber festigten das beidseitige Interesse an der Umsetzung eines jährlich stattfindenden Schüleraustauschs im Rahmen des Erasmusprogramms.
Im Zuge der Besichtigung des Ausbildungszentrums »Les Compagnons du Devoir« in La Rochelle erhielten die Fachlehrer umfassende Einblicke in das französische Aus- und Weiterbildungssystem sowie in den Stellenwert hochwertiger handwerklicher Ausbildung. Bei den »Les Compagnons du Devoir« reisen die Auszubildende während und nach ihrer Lehrzeit durch Frankreich und teilweise durchs Ausland von Betrieb zu Betrieb und von Ausbildungszentrum zu Ausbildungszentrum. Auf diese Weise erhalten sie eine breit gefächerte Ausbildung.
Darüber hinaus tauschten sich die Kollegen mit den Inhaberinnen und Inhabern von Ausbildungsbetrieben sowie mit den Verantwortlichen der Ausbildungszentren aus, mit dem Ziel, das Angebot für beidseitige Schüleraustausche weiter auszubauen und die Kooperation zwischen den Ländern zu vertiefen.
Die Erasmus-Mobilität verlief sehr erfolgreich: Die Auszubildenden arbeiteten unter guten und sicheren Bedingungen in den französischen Betrieben und konnten durch die regionale Bauweise – die im Ruhrgebiet nicht üblich ist – ihre handwerkliche Kompetenz gezielt erweitern. Besonders erfreulich war das große gegenseitige Interesse, die bestehende Kooperation zu festigen und künftig auf weitere Bildungsgänge des Bauhandwerks auszudehnen. Zudem bot der Austausch wertvolle Möglichkeiten, Kontakte zu potenziellen zukünftigen Kooperationspartnern zu knüpfen.
Text: H. Stanik, S. Fontius und J. Schwäbe
Bilder: S. Fontius


