¡Nos vemos pronto en Valencia!

6-monatiges Praktikum bei Amarios Levante – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Am 07.10.2025 startete meine Reise in die drittgrößte Stadt Spaniens. Zuerst wurde ich von einem Taxi abgeholt und zu meiner Unterkunft gebracht. Da ich noch diesen Tag frei hatte, konnte mir einen Eindruck über die Gegend machen und mir die Stadt ein wenig angucken. 

Am nächsten Tag ging es dann das erste Mal zu der Firma, wo ich das nächste halbe Jahr arbeiten sollte. Die zwei Chefs empfingen mich herzlich, führten durch die Firma und stellten mich den Mitarbeitern vor. Das Arbeitsklima in der Firma wirkte sehr familiär und alle nahmen mich super auf.

Die ersten Wochen war ich mit zwei Monteuren auf verschiedenen Baustellen z.B. zum Schränke und Türen einbauen oder für Reparaturaufträge. Die Arbeitstage liefen meist gleich ab: ich fuhr direkt zur Baustelle, da die Firma in einem Vorort von Valencia liegt und ich in der Stadt wohnte. Als erstes wurden die Werkzeuge, Maschinen und Bauteile zum Einsatzort gebracht, bevor es wie jeden Tag um 10 Uhr zum Frühstück ging. Anschließend wurden die Teile sortiert und in die richtigen Räume verteilt. Der Aufbau der Schränke folgte, wobei ich hauptsächlich Hilfsarbeiten durchführte, um mir die Arbeitsweise der Kollegen anzusehen. Um 14 Uhr ging es dann für eine Stunde in die Mittagspause, wo wir meist zum Essen in ein Restaurant in der Nähe gingen. Trotz der Sprachbarriere gab es jeden Tag viel zu lachen und es war immer wieder schön zu sehen, wie offen und gastfreundlich die Spanier sind. 

Nach einem Monat wechselte ich dann aus dem Bauteam in die Werkstatt und Produktion und bekam viele Einblicke in die Arbeitsabläufe der Firma. Die Produktion der Möbel war klar strukturiert und jeder Mitarbeiter hatte seine Aufgabenbereiche, wodurch er genau wusste, was er zu tun hatte. Ich übernahm zusammen mit einem Arbeitskollegen die letzte Station der Produktion. Jedes Bauteil wurde auf seine Qualität kontrolliert, setzten die Beschläge und Verbinder, arbeiteten die Kanten werden nach und bereiteten manchmal noch LED-Beleuchtung vor. Anschließend wurden die Einzelteile mit Pappe verpackt, Zubehörteile wie z.B. Kleiderstangen vorbereitet und alles zusammen für die Monteure auf Rollwägen bereitgestellt.

Abgesehen von der Arbeit hat Valencia vieles zu bieten. Die Stadt liegt am Mittelmeer und der schöne Strand streckt sich über 5 Kilometer. Es gibt sehr viele sportliche Aktivitäten und viele Erasmusgruppen, wodurch man schnell Anschluss findet und andere Praktikanten und Studenten kennenlernen kann. Die »Cuidad de las Artes y las Ciencias«, also die Stadt der Künste und Wissenschaften bietet außerdem ein riesiges Museum, ein Planetarium und das größte Aquarium in Europa.

Auch kulinarisch kommt man auch auf seine Kosten. Paella sollte man unbedingt probieren, da sie ihren Ursprung in Valencia hat. Außerdem kann man in fast jedem kleinen Restaurant gute Tapas essen. Meine Spanischkenntnisse waren vor dem Aufenthalt bei 0, weshalb es im Nachhinein betrachtet schlau gewesen wäre, einen Sprachkurs zu belegen. Ich habe durch die Arbeitskollegen das meiste gelernt, da der Großteil kein Englisch gesprochen hat. Nach einem halben Jahr habe ich mich schon deutlich gesteigert, aber ich würde trotzdem empfehlen sich im Vorhinein schon die Grundlagen der Sprache anzueignen. 

Fazit: Alles in allem war es eine super Erfahrung, die viel zu schnell vorbeiging. Ich habe in dem halben Jahr viel gelernt, gesehen und erlebt und sehr viele nette Menschen kennengelernt. Ich kann jedem der die Möglichkeit hat nur empfehlen eine Mobilität über das Erasmusprogramm zu machen, man wird es mit Sicherheit nicht bereuen!

Text und Fotos: R. Kellermann

 

Darstellung des Hafenbeckens mit einem großen Segelschiff
Pfanne mit dem spanischen Nationalgericht Fideau
Gruppenbild des Absolventen mit den Firmeninhabern in der Tischlerei des Praktikumbetriebs
Montage eines Einbauschrankes bei Kunden
Darstellung des Plattenlagers im Praktikumsbetrieb