Vorbereitung von Gedenkstättenfahrten in Polen

Eine Delegation von drei Schulleitern berufsbildender Schulen aus Dortmund ist Ende September 2026 nach Zamość in Polen gereist, um den Weg für interkulturelle Begnungen zu fördern und die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Vergangenheit zu ebnen.

Zu Gast in der dortigen weiterführenden technischen Schule unter der Leitung von Waldemar Pawelczuk waren René Lottermoser, Schulleiter des Leopold-Hoesch-Berufskollegs, Markus Herber, Schulleiter des Robert-Bosch-Berufskollegs, sowie Markus Vorspohl, Schulleiter des Fritz-Henßler-Berufskollegs. Während des dreitägigen Aufenthalts ging es neben dem gegenseitigen Austausch vor allem um den Besuch der Gedenkstätten in Zamość und Bełżec zur Vorbereitung von Gedenkstättenfahrten für interessierte Schüler/-innen aus Dortmund.

Der wichtigste Programmpunkt dieses besonderen Treffens war die offizielle Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Schulen. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden ab Frühjahr 2027 regelmäßig Bildungsfahrten zu den polnischen Gedenkstätten stattfinden. Die Deportation von jüdischen Bürgern aus Dortmund nach Zamousc im 2.Weltkrieg ist der Ausgangspunkt für die Förderung demokratischer Bildung und des deutsch-polnischen Dialogs. Diese Partnerschaft wird den teilnehmenden Schüler/-innen zukünftig zahlreiche wertvolle Möglichkeiten eröffnen – von der historischen Auseinandersetzung mit der deutsch-polnische Geschichte und der interkulturellen Begegnungen bis hin zur gezielten Weiterentwicklung sozialer und sprachlicher Kompetenzen im Rahmen von Erasmus+ Projekten.

Die Partnerschulen in Dortmund und Zamość freuen sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und viele verbindende Erlebnisse, die zu einem vertieften geschichtlichen und demokratischen Bewusstsein beitragen werden.

Text und Fotos: M. Vorspohl

Die vier Schulleiter unterschreiben den Kooperationsvertrag in einem offiziellen Rahmen.