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Aufgaben und Tätigkeiten
Vermessungen werden stets im Gelände durchgeführt. Die Auswertung der Vermessung erfolgt jedoch überwiegend im Büro. Zu den Tätigkeiten eines Vermessungstechnikers gehören somit Arbeiten im "Außendienst" und im "Innendienst". Einen Überblick über die Tätigkeiten vermittelt die folgende Aufstellung:
Aufgabe Ort Tätigkeiten
Vorbereiten der Vermessung Innendienst Zusammenstellung der benötigten Vermessungsunterlagen; vorbereitende Berechnungen.
Durchführen der Vermessung Außendienst Aufsuchen, überprüfen und vermarken von Vermessungspunkten; Lage- und Höhenvermessungen durchführen.
Auswerten der Vermessung Innendienst Ausfertigung und Fortführung von Rissen, Plänen und Karten; ausführen von Berechnungen.
Erteilung von Auskünften Innendienst Anfertigung von Auszügen aus amtlichen Nachweisen
Führung der amtl. Nachweise Innendienst Anfertigung und Fortführung digitaler Karten und Buchnachweisen.
Bildungsvoraussetzungen
Ein bestimmte schulische Vorbildung ist nicht vorgeschrieben. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die beruflichen Anforderungen mit einem mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) besser erfüllt werden können. Wer den Beruf erlernen möchte, sollte über gute mathematische Kenntnisse und ein zeichnerisches Geschick verfügen. Ein Interesse an Computern, grafischen Programmsystemen, elektronischen Vermessungsgeräten und technischen Abläufen sollte gegeben sein.
Prüfungen
Zwischenprüfung In der ersten Hälfte des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Prüfung in den Bereichen "Zeichnen und Kartieren", "Vermessungstechnisches Rechnen" und "Schriftliche Kenntnisprüfung statt. Der Umfang beträgt für jeden Prüfungsteil zwei Stunden. Ziel der Prüfung ist es, dem Auszubildenden eine Information über seinen Ausbildungstand zu geben.
Abschlussprüfung Am Ende der Ausbildung findet an vier Tagen die Abschlussprüfung statt; Dauer der Prüfung: 17 Stunden. Sie besteht aus einer praktischen Prüfung (Prüfungsteil P : Anfertigung einer digitalen Karte, praktische Vermessungsübungen,  Planen/ Auswerten/ Berechnen einer Vermessung) und einer schriftlichen Kenntnisprüfung (Prüfungsteil S : Vermessungskunde, Technische Mathematik, Kartenwesen und Rechts- und Sozialkunde). Soweit es für das Bestehen der Prüfung notwendig ist, wird auch eine mündliche Prüfung durchgeführt.
Ausbildungsbetriebe
Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Das heißt, es gibt zwei Lernorte , den Ausbildungsbetrieb und das Berufskolleg. Ausbildungsmöglichkeiten bestehen im öffentlichen Dienst (Vermessungs- und Katasterämter, Amt für Agrarordnung usw.) im freien Beruf (Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure, Ingenieurbüros usw.). Der Ausbildungsbetrieb zahlt je nach Alter ca. 400€ bis 500€ Ausbildungsvergütung (Brutto).
Abschlüsse und berufliche Weiterbildung
Die berufliche Erstausbildung führt zum Berufsabschluss "Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin". Darauf aufbauend gibt es weiterführende Bildungsgänge:

Weiterführende

Bildungsgänge

Staatlich geprüfter Vermessungstechniker; Auskunft unter   Berufskolleg Cuno II Hagen

Diplomingenieur (FH) der Fachrichtung Vermessungswesen an einer Fachhochschule (zusätzliche Voraussetzung: Fachhochschulreife); Auskunft:

Diplomingenieur (TH/TU) der Fachrichtung Geodäsie an einer Technischen Hochschule oder Universität (zusätzliche Voraussetzung: Allgemeine Hochschulreife);  Auskunft: Universität Bonn   

Vorbereitungsdienst für die Beamtenlaufbahn des gehobenen vermessungstechnischen Dienstes für Diplomingenieure (FH).  Weitere Informationen

Vorbereitungsdienst für die Beamtenlaufbahn des höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienstes für Diplomingenieure (TH/TU). Weitere Informationen