Mit Filmen sehen lernen – Schulkinowochen NRW 2012
Die Schülerinnen und Schüler der Abteilung Berufliche Orientierung und Grundbildung sahen den Film „Almanya- Willkommen in Deutschland“ im Kino „Camera Lichtspiele“.
Der Film erzählt von Hüseyin Yilmaz der Ende der 1960 Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland kommt. Er will seiner Familie ein besseres Leben ermöglichen und schafft es mir Ausdauer und Fleiß sich in Deutschland etwas aufzubauen. Er entschließt seine Familie nachzuholen. Anfangs fällt die Eingewöhnung der Familie Yilmaz schwer. Eine fremde Kultur, ungewohntes Essen, eine Religion, die nicht die ihre ist. Doch nach und nach gewöhnen sie sich an das Leben in Deutschland. Dennoch stellen sich der Familie Fragen der kulturellen Zugehörigkeit, zum Beispiel dem sechsjährigen Enkel Cenk, als er in der Schule gefragt wird, woher er kommt. Auch seine 22-jährige Cousine Canan hat es schwer. Sie ist schwanger von einem "Nicht-Türken" und weiß nicht, wie sie es ihrer Mutter beibringen soll und Hüseyin der sich nach seiner Heimat sehnt und der Familie eröffnet, dass er ein Haus in Anatolien gekauft hat und mit allen dorthin fahren möchte.
Die Geschichte der Familie Yilmaz spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Hüseyins Leben in der Türkei, seine Gastarbeiterzeit in Deutschland, die Ankunft seiner Familie wird in ausführlichen Rückblenden erzählt.
Der Perspektivenwechsel ermöglichte den Schülern und Schülerinnen nachzufühlen, unter welchen schwierigen Bedingungen sich Hüseyin und seine Familie an den Alltag in dem unbekannten und zunächst merkwürdig anmutenden Land gewöhnen und anpassen. Almanya - Willkommen in Deutschland versteht es, die Geschichte einer - trotz aller Probleme - gelungenen Integration deutlich zu machen und aufzuzeigen, dass es etwas Gegenseitiges ist, das von Migranten und der Gesellschaft des Gastlandes nur gemeinsam bewerkstelligt werden kann.
Im Anschluss des Films stand die Regisseurin und Autorin Yasemin Samdereli den sehr interessierten Schülern und Schülerinnen für ein Gespräch zur Verfügung.
Stefan Gores
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